Was dir dein Bewerbungsverlauf zeigt
Nach einigen Wochen fühlt sich eine Bewerbungsphase schnell nach einer langen Reihe einzelner Zu- und Absagen an. Ein Blick auf den gesamten Verlauf kann helfen, etwas Abstand zu bekommen.
Ein Bewerbungstrichter zeigt nur, wie viele Prozesse bestimmte Stationen erreicht haben. Er erklärt nicht, warum jemand abgesagt hat. Genau mit dieser Einschränkung kann er trotzdem nützlich sein.
Das Wichtigste zuerst
Nutze deinen Bewerbungsverlauf, um bessere Fragen zu stellen. Wo entstehen bei dir überhaupt Rückmeldungen? Welche Bewerbungen führen zu Gesprächen? Mit wenigen Fällen schwanken Prozentwerte stark. Vergleiche deshalb lieber deinen eigenen Verlauf über Zeit, statt dich an fremden Benchmarks zu messen.
Der Trichter zeigt Übergänge, keine Ursachen
Ein einfacher Verlauf kann die Stationen Beworben, Rückmeldung, Interview und Angebot abbilden. Wenn von zehn Bewerbungen sechs eine Rückmeldung bekommen und drei zu einem Gespräch führen, kennst du damit zwei Übergänge in deinem eigenen Prozess.
Was du daraus nicht kennst, ist der Grund. Weniger Interviews können an den gewählten Stellen, am Markt, an Anforderungen, am Zeitpunkt oder an vielen anderen Dingen liegen. Die Zahlen helfen dir also nicht bei der Diagnose. Sie helfen dir dabei zu entscheiden, wo du genauer hinschauen möchtest.
Bei kleinen Zahlen verändert eine Bewerbung sehr viel
Wenn du erst vier Bewerbungen verschickt hast, kann eine einzelne Einladung deine Quote sofort stark verändern. Das ist mathematisch korrekt, aber noch kein stabiler Trend.
Je mehr abgeschlossene Prozesse hinzukommen, desto besser kannst du Entwicklungen einordnen. Eine feste Zahl, ab der dein Trichter plötzlich aussagekräftig wird, gibt es nicht. Schau deshalb zuerst auf absolute Zahlen und erst danach auf Prozentwerte.
Mach aus einer Zahl eine konkrete Frage
Statt „Meine Rückmeldequote ist schlecht“ hilft eine Frage, die du tatsächlich prüfen kannst. Bewirbst du dich überwiegend auf Rollen, die gut zu deinem Profil passen? Unterscheiden sich Rückmeldungen je nach Quelle oder Branche? Gibt es Lebenslauf-Versionen, mit denen du häufiger zu Gesprächen eingeladen wirst?
Auch hier gilt: Ein Unterschied ist erst einmal eine Beobachtung. Wenn du etwas ändern möchtest, verändere möglichst einen Punkt und beobachte, ob sich dein eigener Verlauf über Zeit mitverändert.
Vergleiche dich zuerst mit dir selbst
Allgemeine Quoten aus dem Internet stammen oft aus anderen Branchen, Märkten, Erfahrungsstufen oder Zeiträumen. Sie können interessant sein, sagen aber wenig darüber aus, was für deine konkrete Bewerbungsphase normal ist.
Hilfreicher ist der Vergleich mit deinem eigenen Verlauf. Werden aus passenden Bewerbungen häufiger Gespräche? Kommen Rückmeldungen aus bestimmten Quellen schneller? Haben sich deine Ergebnisse verändert, nachdem du deine Stellenauswahl oder Unterlagen angepasst hast?
Manchmal ist die wichtigste Erkenntnis: Es sind noch zu wenige Daten
Nicht jede Bewerbungsphase braucht eine Auswertung. Wenn du drei sehr unterschiedliche Stellen hast oder gerade erst angefangen hast, ist der einzelne Prozess wahrscheinlich wichtiger als eine Quote.
Zahlen sollen dir Klarheit geben, nicht zusätzlichen Druck. Wenn der Trichter gerade mehr Fragen als Antworten produziert, darfst du ihn auch einfach später wieder ansehen.
Deinen Verlauf in Sevrena ansehen
Sevrena zeigt deinen Bewerbungsfunnel. Mit Pro kannst du zusätzlich Rückmeldezeiten sowie Unterschiede nach Quelle, Branche oder Lebenslauf-Version ansehen. Die Auswertungen sind als Hinweise gedacht, nicht als Bewertung deiner Bewerbungen.
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