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Anschreiben schreiben: Ein einfacher Aufbau ohne Floskeln

Der schwierigste Teil am Anschreiben ist oft nicht der Inhalt, sondern der Versuch, besonders überzeugend zu klingen. Dann wird aus einem einfachen Bezug zur Stelle schnell ein Absatz voller Floskeln.

Du kannst es kleiner halten. Ein gutes Anschreiben verbindet die Stelle mit deiner Erfahrung und lässt alles weg, was nur nach Bewerbung klingt.

6 Min. Lesezeit Aktualisiert 21.08.2026
Kurz gesagt

Das Wichtigste zuerst

Ein einfacher Aufbau reicht: Warum diese Stelle, welche passende Erfahrung bringst du mit, was interessiert dich an Aufgabe oder Unternehmen und welche Angaben werden zum Schluss noch verlangt? Bleib konkret und auf höchstens einer Seite.

1. Sag, warum du dich genau auf diese Stelle bewirbst

Der Einstieg muss kein Spruch sein. Zwei klare Sätze reichen. Was an der Aufgabe interessiert dich? Gibt es einen konkreten Bezug aus deiner bisherigen Erfahrung?

Vermeide einen Einstieg, der nur sagt, dass du die Stellenanzeige gesehen hast und dich hiermit bewirbst. Der Betreff macht bereits klar, worum es geht.

2. Verbinde Anforderungen mit echter Erfahrung

Such dir die wichtigsten Anforderungen der Stelle heraus und zeig an ein oder zwei konkreten Beispielen, was du dazu mitbringst. Du musst nicht den gesamten Lebenslauf nacherzählen.

Statt „Ich bin sehr organisiert“ ist hilfreicher, kurz zu beschreiben, was du organisiert, koordiniert oder verbessert hast. Das Beispiel muss nicht spektakulär sein. Es muss nur stimmen und zur Aufgabe passen.

3. Erklär nur so viel Motivation, wie wirklich da ist

Wenn dich ein bestimmtes Produkt, eine Aufgabe, die Branche oder die Arbeitsweise des Unternehmens interessiert, kannst du das nennen. Ein konkreter Grund wirkt stärker als ein Absatz darüber, dass das Unternehmen einen hervorragenden Ruf genießt.

Du musst keine Begeisterung erfinden. Ein sachliches „Diese Aufgabe passt zu dem Bereich, in dem ich mich weiterentwickeln möchte“ kann ehrlicher und überzeugender sein als große Worte.

4. Ergänze nur Angaben, nach denen gefragt wurde

Wenn in der Stellenanzeige eine Gehaltsvorstellung, ein möglicher Starttermin oder eine andere konkrete Information verlangt wird, gehört sie in den Schluss. Wenn danach nicht gefragt wird, musst du nicht vorsorglich zusätzliche Bedingungen unterbringen.

Danach reichen ein kurzer Abschluss, Grußformel und Name.

Das Gerüst darf sichtbar ein Gerüst bleiben

Eine Vorlage ist hilfreich, solange sie dir Struktur abnimmt. Sie sollte dir nicht die Stimme abnehmen. Streiche deshalb jeden Satz, der zwar professionell klingt, aber nichts über dich oder die Stelle sagt.

Anschreiben-Gerüst zum Ausfüllen öffnen

Vor dem Absenden einmal laut lesen

Wenn ein Satz beim Vorlesen nicht nach etwas klingt, das du selbst sagen würdest, vereinfach ihn. Prüfe außerdem Namen, Stellenbezeichnung, Rechtschreibung und alle Angaben, die du aus der Anzeige übernommen hast. Dann ist Schluss. Ein Anschreiben wird selten besser, wenn du es zum zwölften Mal umformulierst.

Quellen und Hinweise

Für einzelne fachliche Hinweise haben wir diese öffentlich zugänglichen Quellen geprüft:

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